Zeitsteuerung für SDI-12 - WXT530

Serie WXT530 Benutzerhandbuch

Document code
M211840DE
Revision
F
Language
Deutsch (Deutschland)
Product
WXT530
Document type
Benutzerhandbuch

Die folgende Abbildung zeigt ein Diagramm des zeitlichen Ablaufs der Verarbeitung eines SDI-12-Befehls und der Antwort. Die Toleranz für alle SDI-12-Zeiten beträgt ±0,40 ms.

Abbildung 1. Diagramm zum zeitlichen Ablauf

Die einzige Ausnahme ist die Zeit zwischen dem Stoppbit eines Zeichens und dem Startbit des folgenden Zeichens. Hier beträgt die maximale Dauer 1,66 ms ohne weitere Toleranz.

  • Ein Datenrekorder sendet ein Break, indem in der Datenleitung ein Leerintervall von mindestens 12 ms geschaffen wird.
  • Der Sensor erkennt ein Break bereits ab einem Leerintervall von weniger als 6,5 ms. Der Sensor erkennt stets ein Break, wenn das Leerintervall länger als 12 ms ist.
  • Wenn ein Sensor ein Break empfängt, muss er ein Kennzeichen von 8,33 ms in der Datenleitung erkennen, bevor er auf eine Adresse prüft.
  • Ein Sensor muss innerhalb von 100 ms aus dem energiesparenden Standbymodus aktiviert werden und ein Startbit in einem gültigen Befehl erkennen können.
  • Nachdem ein Datenrekorder das letzte Zeichen eines Befehls gesendet hat, muss er die Steuerung innerhalb von 7,5 ms an die Datenleitung übergeben.
  • Nachdem Break und Befehl empfangen wurden, setzt der adressierte Sensor ein Kennzeichen von 8,33 ms in der Datenleitung und sendet dann die Antwort (Toleranz: –0,40 ms). Das Startbit des ersten Antwortbytes muss innerhalb von 15 ms nach dem Stoppbit des letzten Bytes im Befehls gesendet werden (Toleranz: +0,40 ms).
  • Nachdem ein Sensor das letzte Antwortzeichen gesendet hat, muss er die Steuerung innerhalb von 7,5 ms an die Datenleitung übergeben (Toleranz: +0,40 ms).
  • Zwischen dem Ende des Stoppbits und dem Startbit eines beliebigen Zeichens im Befehl oder in der Antwort (beispielsweise zwischen Zeichen) darf das Kennzeichen nicht länger als 1,66 ms sein (keine Toleranz.) So kann eine Antwort auf einen M-Befehl in einem Fenster von 380 ms gesendet werden.
  • Sensoren müssen nach Erhalt einer ungültige Adresse oder nach Erkennung eines Kennzeichens von 100 ms in der Datenleitung in den energiesparenden Standbymodus zurückkehren (Toleranz: +0,40 ms).
  • Wenn ein Rekorder einen anderen Sensor adressiert oder die Datenleitung sich länger als 87 ms im Kennzeichenstatus befand, muss vor dem nächsten Befehl ein Break gesendet werden.
Der energiesparende Standbymodus verbraucht nicht nur wenig Strom, sondern stellt zugleich einen Protokollstatus dar, weshalb es einen Moment dauert, den Status zu beenden.